Betrachtung zum Büromarkt Hamburg
Es ist wie mit den Arbeitslosenzahlen oder dem Einzelhandelsumsatz: die Krise ist noch nicht richtig spürbar. Und während einige Makler lieber auf die einigermaßen sonnigen Bürovermietungszahlen aus dem zweiten Quartal verweisen, sehen andere das dicke Ende im zweiten Halbjahr kommen – dann, wenn alles zusammenbrechen soll: mehr Arbeitslose, mehr Insolvenzen, weniger Büroflächenumsatz, weniger Einzelhandelsumsatz. Self fullfilling prophecy?
Hamburgs Büroflächen – auch die noch nicht gebauten – haben nach Meinung vieler international orientierter Analysten gute Aussichten, mittelfristig gut vermietet zu werden – natürlich nicht zu den 30 Euro/m2, die sich einige opportunistische Einkäufer gewünscht haben. Doch für viele Mieter – aber auch für die Akteure am Investmentmarkt – stellt sich die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Jetzt verlängern, jetzt die Flächen wechseln? Ist vor der konjunkturellen Talsohle der richtige Zeitpunkt, weil die Kurse/Preise analog zum Aktienmarkt dann anziehen, wenn´s scheinbar nicht mehr schlimmer kommen kann? Die Käufer warten noch. Im ersten Halbjahr 2009 wurden nach Zahlen von BNP Paribas Real Estate für nur 171 Mio. Euro Gewerbeimmobilien in Hamburg verkauft.
Mehr zu aktuellen Zahlen des Hamburger Bürovermietungsmarktes im folgenden Artikel, den ich für die Immobilien Zeitung geschrieben habe. In Kürze folgt ein Artikel zum Investmentmarkt in Hamburg. Wie lange bleiben die Entwickler noch auf ihren neuen Büroflächen sitzen?